1814

Von Januar bis Ende Juni dauerten die Truppendurchzüge ununterbrochen fort und wahren während 26 Wochen 9000 Mann durch Lichtenau gezogen. Nachdem die vereinigten Mächte auf französischen Boden gekommen und bis vor Paris drangen, wo sie den Franzosen auf dem Moarmatre (gemeint ist der Montmartre) noch eine mörderische Schlacht lieferten, zogen sie am 31. Maerz in die Hauptstadt ein. Unmittelbar nach Einnahme der französischen Hauptstadt wurde der Friede zu Stande gebracht, nach welchem Napoleon auf die Insel Elba verwiesen wurde. Ehe der Friede unterzeichnet, wurde der Landsturm organisiert. Nach dem Tode des Cantons-Mairs Nordmann wurde die Cantons-Maire von Atteln und Lichtenau am 26. December dem August Mantell zu Lichtenau übergeben.

1815

Als nach geschlossenem Frieden die hohen verbündeten Mächte sich in Wien zum Congresse versammelt hatten, fand Napoleon von neuem Gelegenheit, Frankreich in Unruhe und Krieg zu versetzen, indem er auf französischen Boden landete, alles Militair an sich zog und König Ludwig XVIII verjagte und eine bedeutende Kriegsmacht auf die Beine stellte. Indessen hatten die verbündeten Mächte ebenfalls ansehnliche Truppen zusammengebracht, die sich in Eilmärschen nach der französischen Richtung hin bewegten. Beide Heere trafen am 18. Juni zusammen und lieferten die berüchtigte Schlachte bei Belleanze (gemeint ist Belle Alliance), wobei die französische Armee völlig zerschlagen und verfolgt wurde.
Napoleon wurde nach der Insel Helena gebracht und Ludwig XVIII wieder auf den französischen Thron gesetzt. Am 18. October wurde die Erbhuldigung vorgenommen.
Dieses Jahr wurde durch einen entstandenen Mangel an Brod und Saatkorn merkwürdig, so daß eine hochlöbliche Regierung sich bewogen fand, 2/3 von der Grundsteuer zu erlassen.