1835
Mit diesem Jahre begann die direkte Steuer-Erhebung durch die neuen Steuer-Empfänger, und wurde für den Steuer-Empfangsbezirk Lichtenau, wozu unser Dorf gehört, der frühere Geometer August Bauer aus Bielefeld angestellt.
Am 3. Juni wurde Herr Pfarrer Puls zu Lichtenau zum Schulinspector für das Canton Lichtenau ernannt.

1836
Rauhfutter und Klee mißriethen durch anhaltenden Regen gänzlich. Am 18. October zeigte sich gegen Abend ein starkes Nordlicht. Die Kartoffeln-Erndte lieferte in diesem Jahre einen bedeutenden Ertrag, indem pro Morgen 150 Scheffel geerndtet wurden. Am 29. November Abends von
5 - 9 Uhr starker Sturm, wodurch viele Dächer litten; am 30. Gewitter mit starkem Donner; am 3. December (unleserlich).

1837
Am 18. Februar starkes Nordlicht, am 20. und 21. stürmisch mit Gewitter, Donner und Schlossen (d. i. Hagel). Am 6., 7., 8. und 9. April besonders stürmisch und Schnee-Massen, als die ältesten Leute sich nicht mehr erinnerten, welche jede Communication, selbst die Posten hinderte. Bei Frachtfuhren langten 20 bis 26 Pferde kaum hin. Während 6monathigen Winters sehr hohe Fourage-Preise.

1838
Durch den am 12. Januar und den folgenden Tagen in Strömen fallenden Regen wurde der Bach ungewöhnlich angefüllt, so daß das Wasser 7 - 8 Fuß hoch stand.
Juli und August war es sehr regnerisch, wodurch die Heu-Erndte verspätet, viel Heu verdarb und der Roggen auswuchs. Roggen wurde überhaupt 1/3 weniger als gewöhnlich geerndtet, dagegen fiel die Sommerfrucht reichlich aus.

1839
Im Februar ungewöhnlich viel Schnee, wodurch die Communication gehemmt und selbst die Posten unregelmäßig gingen. Frachtwagen forderten Vorspann bis zu 20 Pferden.
Im November war es noch offenes Wetter, so daß alles Vieh noch draußen seine Nahrung fand.