1843

Die Erndte war in diesem Jahre eine schlechte zu nennen, indem
der Morgen 70 Bund Roggen zu 5 Scheffel
" " 50 Bund Weizen zu 4 Scheffel
" " 40 Bund Hafer zu 9 Scheffel
" " Kartoffeln 40 Scheffel lieferte.
Realistisch wird hier wohl der Berliner Scheffel sein, ein Hohlmaß mit 54,96 Litern.
Bei dieser schlechten Erndte war trotzdem der Preis der Consumtibilien für die ärmere Classe sehr erwünscht, indem der Scheffel Weizen durchschnittlich 2 Taler 5 Sgr. (Silbergroschen), Roggen 2 Taler, Gerste 1 Taler 28 Sgr. und Hafer 25 Sgr. kostete.

1844

Wegen anhaltender schlechter Witterung konnten die Sommerfrüchte theilweise erst spät im October eingescheuert werden.

1845

Im Januar, Februar und Maerz lag tiefer Schnee und war eine starke Kälte. Am 2ten Ostertage (im Maerz) gab es Thauwetter, wodurch der Bach sehr anschwoll.
Mit den Früchten ging es ziemlich; die Kartoffeln hingegen mißriethen ganz. An den Knollen zeigten sich fast überall schwarze Flecken, so daß dieselben fast gar nicht genossen werden konnten.

1846

Ein ungewöhnlich guter Frühling, so daß schon im Maerz die Schaafe draußen lagerten. Im Sommer herrschte große Dürre. Die Früchte waren nicht kornreich.
Im April trat in Lichtenau die Kreis-Gerichts-Commission ins Leben.

1847

In Folge der im vorigen Jahre stattgefundenen Miß-Erndte waren in diesem Jahre sehr hohe Fruchtpreise. Weizen kostete der Berl. Scheffel 6-7 Taler - Roggen 5-6 Taler - Hafer 2-2 1/2 Taler. Ueberhaupt waren alle Lebensmittel sehr theuer, und machten manchen Familienvater große Nahrungssorgen.