1877

Die Erndte wurde wegen der günstigen Witterung im September beendet und war als eine gute zu bezeichnen. Die Kartoffeln lieferten jedoch wenig Ertrag. Am 19. December wurden 2 Kinder in einer Sandgrube bei Marschallshagen (im Tenge'schen Forste) verschüttet.

1878

Die Erndte fiel in diesem Jahre spärlich aus, indem dieselbe durch den Mausefraß sehr viel geschadet wurde. Die ausscheidenden Gemeinde-Verordneten Anton Günther und Louis Schäfers wurden wiedergewählt. Am 26. Maerz wurde hierselbst ein toller Hund getödtet. Am 29. September wurde der Tagelöhner Carl Lappe von hier in der Scheune des Ackerwirths Anton Günther auf dem Boden zwischen dem Heu ganz entkleidet, todt aufgefunden.

1879

Dieses Jahr zeichnete sich durch anhaltenden Regen besonders aus, woher es den(n) kam, daß die Früchte, obschon dieselben gut standen, nicht gut eingescheuert werden konnten. Spät im October sah man noch ganze Mieten(?) voll Korn im Felde stehen. Das Korn verfaulte theilweise im Felde und wuchs in den Häusern aus, so daß man die Erndte zu einer sehr schlechten rechnen konnte. Die Kartoffeln fielen ebenfalls spärlich aus. Im Juli starb der allgeliebte Hochw. Bischof Dr. Conrad Martin aus Paderborn in der Verbannung in einem kleinen Orte in Belgien. Am 14. Januar Abends gegen 11 Uhr ist der 19 jährige Heinrich Müller in dem Brunnen vor der Kapelle ertrunken. Heinrich Müller stammte aus dem Dreiweschen Hause Nr. 19, Zum Brunnen 3. Bei dem Brunnen handelt es sich um den noch vorhandenen Dorfbrunnen hinter dem heutigen Ehrenmal.

Holtheim, den 2. Januar 1880

Der Vorsteher Die Gemeinde-Verordneten

Günther (Nr. 31) Schaefers Waldeyer Buschmeyer
Günther Tölle